{"id":38,"date":"2007-04-03T13:38:43","date_gmt":"2007-04-03T13:38:43","guid":{"rendered":"http:\/\/sehr.org\/?p=38"},"modified":"2018-06-01T13:42:14","modified_gmt":"2018-06-01T13:42:14","slug":"klugschiss-der-woche-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sehr.org\/?p=38","title":{"rendered":"Klugschi\u00df der Woche"},"content":{"rendered":"<p>03.04.2007 | Wien<\/p>\n<p>Des is hoid des. Der Klugschi\u00df dieser Woche&#8230; wieder einstimmig gew\u00e4hlt aus den Klugschissen des Tages der vorigen Woche, besch\u00e4ftigt sich diesmal mit Namen.<br \/>\nBesser gesagt: Mit Vornamen. Der Jurist Rudolf Welser beschreibt in seinem Buch &#8218;Grammophon ist kein Vorname&#8216; einen Fall, wo doch tats\u00e4chlich jemand vor Gericht versucht hat, auszufechten, sein Kind Grammophon zu nennen. Nat\u00fcrlich wurde das vom Gericht abgewiesen, denn es gibt im Bereich Vornamen einige interessante Vorschriften.<\/p>\n<p>Aus der Wikipedia: Der Vorname<br \/>\n* muss als solcher erkennbar sein.<br \/>\n* muss eindeutig m\u00e4nnlich oder weiblich sein (Ausnahmen sind etablierte Namen wie Toni, Sascha, Kai.)<br \/>\n* darf dem Kindeswohl nicht schaden.<br \/>\n* darf kein Orts-, Familien- oder Markenname sein (Ausnahmen sind etablierte Namen).<br \/>\n* muss innerhalb eines Monats nach der Geburt festgelegt werden.<br \/>\n* kann nicht rechtlich gesch\u00fctzt werden (um ihn auf diese Weise als einzigartig zu erhalten).<\/p>\n<p>Jetzt mu\u00df man sich nat\u00fcrlich anschauen, was ist ein etablierter Name. Jetzt, wo man in den USA in Funk und Fernsehen vermehrt nach Sachen und Orten, Gef\u00fchlen oder Wagnissen benannt wird, ist das nat\u00fcrlich so eine Sache. Es gibt jetzt sicher etliche dumme Eltern, die ihr Kind Paris nennen wollen. Und das wird wohl auch durchgehen, weil man darf sein Kind ja nennen, wie man will &#8211; solange man es begr\u00fcnden kann.<\/p>\n<p>Also, zB. &#8218;Tag, ich will mein Kind Reinprechtsp\u00f6lla (Nieder\u00f6sterreich) nennen&#8216; hat wohl kaum Aussichten auf Erfolg, aber ein &#8218;Tag, ich will mein Kind nach der Franz\u00f6sischen Hauptstatt benennen, weil die Hilton hei\u00dft auch so&#8216; ist wom\u00f6glich schon ausreichend begr\u00fcndet und deshalb zulassungsw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich wurde \u00fcbrigens einst der Name Dezember als 4. Vorname f\u00fcr ein M\u00e4dchen zugelassen. Der Typ, der sein Kind Grammophon nennen wollte, konnte \u00fcbrigens keine ausreichende Begr\u00fcndung hierf\u00fcr angeben.<\/p>\n<p>Bleibt nur mehr die Frage nach dem Kindeswohl. Das liegt dann wohl immer ganz im Ermessen des Richters, denn dann d\u00fcrfte es keine Namenskonstelationen mehr geben wie &#8218;Peter Peter&#8216;, die es ja tats\u00e4chlich gibt. &#8218;Sie hei\u00dfen Peter Peter?&#8216; &#8211; &#8218;Ja, meine Eltern waren auf Drogen.&#8216;<\/p>\n<p>Des is hoid des und wirds a immer bleim.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>03.04.2007 | Wien Des is hoid des. Der Klugschi\u00df dieser Woche&#8230; wieder einstimmig gew\u00e4hlt aus den Klugschissen des Tages der vorigen Woche, besch\u00e4ftigt sich diesmal mit Namen. Besser gesagt: Mit Vornamen. 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